Digitales Round Table zur Hochwasser-Katastrophe.

Anteil nehmen, wirkungsvoll helfen, sinnvoll da sein. Wie geht das am besten?

Eine Veranstaltung von Digitale Trauerfeier für Menschen, die helfen wollen. Am Mittwoch, 18. August,  18-19 Uhr, per Zoom, kostenfrei.

Vier Wochen ist es her, dass die Flutwelle kam. Das Ausmaß der Zerstörung nach der Unwetterkatastrophe in Deutschland ist schockierend. Tausende Menschen haben alles verloren. Sie sind nach wie vor ohne Strom, Wasser und Internet. Das Leid ist furchtbar und übersteigt alles Dagewesene. Unser Mitgefühl ist bei den Opfern, die in dieser schweren Zeit weiter kämpfen. Die Aufräum- und Aufbauarbeiten laufen auf Hochtouren. Die Menschen in den betroffenen Gebieten werden noch monatelang auf Hilfe angewiesen sein.

Sie wollen helfen und haben vorab noch Fragen. Darum geht es in diesem Round Table. Hier erhalten Sie Antworten. Auch auf persönliche Fragen, z.B.

  • Wie geht man mit Betroffenen um? Wie zeigt man angemessen Anteilnahme in der Situation?
  • Wie spreche ich als Kolleg:in oder als hilfsbereite Bürger:in mit Hochwasser-Betroffenen?
  • Wohin mit der eigenen Betroffenheit und den Gefühlen? Wie bewältige ich selbst die Gesamtsituation?
  • Wie ist die Lage vor Ort wirklich? Was haben Helfende erlebt? Worauf sollte ich mich einstellen?
  • Wie können wir Außenstehende den Menschen richtig helfen? Welche Möglichkeiten zu helfen gibt es?
  • Welche Art der Hilfe kann ich selbst leisten? Was liegt mir und was schaffe ich?

In unserer Round Table Veranstaltung nehmen Augenzeugen, die vor Ort waren sowie Professionelle aus Therapie und Trauer Anteil und geben Antworten. Das kostenfreie Angebot richtet sich an interessierte Menschen, die außerhalb von Hilfsorganisationen helfen möchten und nicht direkt von der Katastrophe betroffen sind. Dies sind z.B. Kolleg:innen von Betroffenen und Bürger:innen aus Nachbarorten. In dem wir Ihre persönlichen Fragen beantworten, möchten wir Ihnen eine individuelle Entscheidungshilfe geben, wie SIE am besten helfen können.

Im Round Table sind u.a.: Simone May,  Christine Kempkes, Elke Klengel, Alexander Müller, Anne Kriesel, Helmut A. Wiemer

Im moderierten Gespräch mit Professionellen aus der Trauerbegleitung und Augenzeugen die vor Ort waren, teilen wir Erfahrungen und geben Hilfestellung.

Wir schaffen einen Rahmen, in dem wir mit Worten und Musik Anteil nehmen und in der Round Table Diskussionsrunde Antworten auf Ihre Fragen geben.

Die Veranstaltung hat am 18.8.2021 stattgefunden. Wenn Sie beim nächsten Mal dabei sein möchten, kontaktieren Sie uns gerne.

  • Am Mittwoch, 18.  August 2021

  • Von 18.00 bis 19.00 Uhr

  • Per Zoom Konferenz, über diese Website

  • Teilnahme: kostenlos!

Im digitalen Round Table für Menschen, die ehrenamtlich Katastrophen-Betroffenen helfen wollen, sprechen wir mit Professionellen, wie diese Hilfe jetzt sinnvoll und wirkungsvoll sein kann. Es geht dabei auch um unsere eigenen Gefühle als Dritte. Als Teilnehmer:in können Sie sich mit Ihren Fragen einbringen und erhalten Antworten auf sensible Fragen.

Sie erfahren, wie Sie mit Ihrer eigenen emotionalen Beteiligung umgehen. Sie erhalten Empfehlungen und Entscheidungshilfen, was Sie persönlich jetzt sinnvoll und nachhaltig tun können.

Gesprächspartner:innen im Round Table sind u.a.:
Elke Klengel: Die ehemalige Mitarbeiterin in einem Großkonzern in versch. kaufmännischen Funktionen ist heute Trauerrednerin. Sie hilft uns mit anteilnehmenden Worten nach vorne zu schauen.
Florian Möhring-Frings: Der Zimmermann aus Köln war bereits am zweiten Tag nach der Flut mit Freunden im Ahrtal um zu helfen. Er schildert seine Erfahrungen und Gefühle als Helfer und Augenzeuge.
Alexander Müller: Der Psychologische Psychotherapeut beantwortet fachliche Fragen zur Bewältigung der Situation und wie Hilfe für direkt oder indirekt Betroffene konkret und angemessen aussehen kann.
Christine Kempkes: Die Trauerbegleiterin und Bestatterin beantwortet Ihre persönlichen Fragen, wie z.B. wie begegnen Sie jemand der alles verloren hat, was können Sie sagen, was sollten Sie lieber nicht aussprechen.
Anne Kriesel: Die Gründerin des Portals Bohana.de vernetzt Menschen in krisenhaften Lebenssituationen mit professionellen Unterstützer:innen und stellt online hilfreiche Infos zur Verfügung, die helfen, mit Tod und Trauer umzugehen.
Helmut A. Wiemer: Der Kölsche Musiker kommt aus der am stärksten betroffenen Region. Er schafft einen musikalischen Rahmen für die Veranstaltung.
Simone May: Die Moderatorin berät und begleitet seit vielen Jahren Menschen bei Veränderungsprozessen. Sie ist die Inhaberin von digitale Trauerfeier und Geschäftsführerin von Orange Consulting.

Unsere Empfehlungen für Menschen, die helfen wollen

Schließen Sie sich anderen Helfer:innen Initiativen an. Unternehmen Sie nichts auf eigene Faust. So kann Hilfe koordiniert stattfinden. Sie lernen außerdem Gleichgesinnte kennen und können sich gegenseitig auch emotional unterstützen.

Schätzen Sie sich selbst und Ihre Möglichkeiten realistisch ein. Nicht jeder schafft es körperlich oder emotional vor Ort zu helfen. Tun Sie nur das, was SIE können, ohne über Ihre Grenzen zu gehen. Es gibt viele Arten zu helfen!

Helfen Sie so, wie es zu Ihnen passt. Vielleicht sind Spenden Ihr Weg, oder Sie sind ein toller Organisator, oder Sie unterstützen Menschen, die vor Ort helfen. Erkundigen Sie sich bei Helfer-Gruppen, was gebraucht wird.

Im Umgang  mit Betroffenen: Fragen Sie grundsätzlich immer erst nach, ob Ihre Hilfe gewünscht ist und WIE Sie helfen können. Akzeptieren Sie die Antwort Ihres Gegenüber. Das kann ggf. auch ein Nein sein, weil es vielleicht gerade nicht passt. Reagieren Sie nicht gekränkt, sondern einfühlsam und geduldig. Hilfe wird noch länger gebraucht.

Sachspenden: Wenn Sie z.B. Kleidung oder Möbel spenden möchten, bitte bedenken Sie: Jede Sachspende muss auch verwaltet werden. Dafür wird Platz benötigt, erst Recht für Möbel, und Personal. Beides fehlt vor Ort. Fragen Sie daher unbedingt vorher in einer Helfergruppe nach, was sofort verwendet werden kann. Oder spenden Sie Gutscheine  für Elektronik (die z.B. für Rechner, Mobiltelefonie verwendet werden können, diese werden dringend benötigt).

Achtsamkeit! Die Gesamtsituation ist überaus erschütternd und geht insbesondere feinfühligen Menschen mehr als unter die Haut. Vielleicht löst sie in Ihnen auch Reaktionen aus, mit denen Sie alleine nicht zurecht kommen. Passen Sie gut auf sich selbst auf und nutzen Sie Hilfeangebote.

Informationen, Spendenoption und Netzwerke für Helfer:innen

SWR: Infos zur Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz

Hinweise für Menschen, die in Rheinland-Pfalz helfen wollen

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Soforthilfe Psyche – Netzwerk Helfer*innen Flutopfer Rheinland-Pfalz und NRW

Hier finden Betroffene Helfer:innen aus den Fachgebieten der Psychotraumatologie und des EMDR

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SWR: Seelsorge Hotline

Angebot für Flutopfer und Helfer:innen im Ahrtal, Tel. 0800 – 729 5 729, Mo-Fr 8-17 Uhr

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Helfer Shuttle

Private Initiative von Marc und Thomas, die ihre Heimat lieben und sie mit organisierter Hilfe wieder aufbauen wollen.

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Kölner freiwilligen Agentur e.V.

Überblick Unterstützungsangebot für Hochwasser-Betroffene und Helfer:innen

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Aktion Deutschland hilft

Spenden für Bündnis Deutscher Hilfsorganisationen

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Aktionsbündnis Katastrophenhilfe

Spenden für Caritas, Unicef, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie

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Tierschutzbund

Spenden und Hochwasserhilfe für Tiere

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Einige Private Helfer-Initiativen

Über Facebook finden Sie viele weitere Helfer-Initiativen, denen Sie sich anschließen können. z.B.

Gruppe Hochwasserhilfe für den Großraum Eifel

Eifel für Eifel

Lohnunternehmen Markus Wipperführt

Bürgergesellschaft Köln